Kommentar der Quds-AG als Gastbeitrag

Nachfolgend ein Kommentar den ich gestern erhalten habe, aber für zu interessant und wichtig halte, um ihn im Kommentar-Bereich untergehen zu lassen. Er hat den TitelDie Reise des iranischen Präsidenten nach Libanon

Dr. Ahmadinejad in Beirut

Kurz nach seinem Amtsantritt hat US-Präsident Barack Obama in Kairo eine bemerkenswerte Rede gehalten. Er sprach vom „gegenseitigen Respekt“ und von „gemeinsamen Interessen“. Der Kreislauf von Verdächtigungen und Misstrauen zwischen der muslimischen und der westlichen Welt müsse beendet werden. Der Islam sei eine Kraft des Friedens, der Koran eine Aufforderung zur Friedfertigkeit. Obama hatte bei seinem Auftritt das Bild der „ausgestreckten Hand“ verwendet. Das war vor knapp einem Jahr.

Heute ist aus der ausgestreckten Hand der paternalistische Zeigefinger geworden, der das ego- und ethnozentrische Selbstbild der westlichen Industriestaaten schon immer auszeichnete. Ihr Kleinen, so lautet die Botschaft an die so genannte arabische bzw. islamische Welt, dürft bei uns Großen mitmachen – aber nur, wenn ihr unsere Spieregeln anerkennt. Der Export der westlich-kapitalistisch geprägten Vorstellung von Demokratie wird weiter betrieben. Die Unterscheidung in guter Moslem – schlechter Moslem verläuft analog zur Bereitschaft, die politische und territoriale Inbalance der Welt in seinem eigenen Land zu verbreitern. Westlich gestützte Regierungschefs, die nicht das Mandat der eigenen Bevölkerung haben, sind weit verbreitet.

Die westlichen Machthaber sind auf einem Auge blind und das sehende Auge richtet sich immer auf die gleichen Ziele. Eigentlich ist es ein ganz normaler Vorgang, wenn die Regierungschefs von zwei islamischen Ländern, dazu noch beide in einer Region, sich gegenseitig Besuche abstatten. Die ungewöhnlichen Reaktionen und die großen Anstrengungen des israelischen Apartheidsregimes sowie die der USA auf diesen Besuch werfen berechtigte Fragen auf. Terroristische und völkerrechtswidrige Äußerungen aus Tel Aviv, wie etwa die Entführung oder gar die Ermordung von Ahmadinejad; aber auch die Besorgnis der USA über diesen Besuch lassen schon etwas ahnen. Man hat in den letzten Tagen alles getan, um diesen Besuch zu verhindern. Aber wovor hat man Angst?

Die Regierung von Ahmadinejad hatte bislang eine klare Libanonpolitik. Das Handeln der Regierung basiert, genau wie das der vorherigen Regierungen zuvor, auf Souveränität und Unabhängigkeit und territoriale Integrität Libanons sowie auf die Einheit des libanesischen Volkes und die Beendigung der Streitigkeiten zwischen verschiedenen Ethnien und Religionszugehörigkeiten. Sonst gibt es seitens der außenpolitischen Ausrichtung des Libanons nichts Bedrohliches zu vermelden. Anders dagegen verhält sich die Bedrohung von außen gegenüber dem Libanon. Das Land wurde mehrmals von der israelischen Armee überfallen. Bei zwei großen Offensiven in den Jahren 1982 und 2006 wurden die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit seitens des zionistischen Regimes begangen, die auch von unabhängigen internationalen Beobachtern und führenden Politikern als eindeutig völkerrechtswidrig identifiziert wurden.

Libanon hat keine Luftwaffe und keine Marine, die Bodentruppen sind nur leicht bewaffnet! Und dies, obwohl das Land den ständigen Bedrohungen und militärischen Attacken und der Verletzungen seiner Lufthoheit seitens Israels ausgesetzt ist. Wieso darf eigentlich ein real bedrohtes Volk keine Möglichkeit zur Selbstverteidigung haben? Wer verbietet das? Und nach welchem Gesetz? Ganz im Gegenteil. Das Recht auf territoriale Selbstbestimmung macht die Selbstverteidigung zu einem legalen und legitimen Anliegen, das niemand in der Welt bezweifeln dürfte. Gesetzlos dagegen ist das Vorgehen der USA. So genannte „Verteidigungskriege“ (welch ein Paradoxon!) werden beinahe in Abo-Manier weltweit zugestellt. Außerdem unterhalten die USA etwa 600 militärische Stützpunkte außerhalb ihres Territoriums!

Das libanesische Volk bereitet sich für einen historischen Empfang des islamischen Präsidenten aus dem Iran vor. Straßen werden gefegt, Bilder von Ahmadinejad werden öffentlich gezeigt, Bürgersteigkanten neu gestrichen sowie iranische Flaggen angebracht. Dies gilt der besonderen Wertschätzung der islamischen Republik Iran. Nur die Vertreter der USA und Israels, die in der kleinen Machtgruppe „14. März“ zusammengeschmiedet wurden, äußern Bedenken. Sonst sind die Fraktionen und Vertreter aller Parteien und Volksgruppen und in erster Linie der libanesische Staatspräsident, der Ahmadinejad eingeladen hat, froh über den Staatsbesuch aus dem Iran. Ein amerikanischer Präsident, ob Obama oder Bush, dürfte von so einem herzlichen Empfang nur träumen. Soviel zur „Weltgemeinschaft“ und „Isolierung“ Irans“! Die Machthaber in den USA, England und Tel Aviv haben ihre Glaubwürdigkeit unter der Weltbevölkerung bereits verloren.
Besonders die Menschen in den sogenannten islamischen Staaten; aber auch die Menschen in Lateinamerika und Asien haben durch die aggressive Politik Amerikas am eigenen Leib erfahren, was die U.S.A. unter den von Ihnen hochgehaltenen Menschenrechten versteht.

Abu Ghuraib und Guantanamo sind nur zwei Beispiele.

Deutlich wird das Problem anhand der Entschuldigung Obamas an den Präsidenten von Guatemala vor zwei Wochen:

vor 50 Jahren wurden in Guatemala Tausende Menschen mit Syphillis infiziert, um einen Impfstoff zu testen. Dasselbe hat die amerikanische Regierung auch in dieser Zeit mit ihren schwarzen Amerikanern getan. Erst nachdem der Präsident von Guatemala dies öffentlich machte, entschuldigte sich Obama. Wir sehen: Es geht nicht um Bush, Clinton oder Obama. Es ist das System selbst, was diese menschenverachtende Praxis hervorbringt: Krieg, Folter, Tod und unsagbares Leid.

Die Regierung Ahmadinejads hat dem Libanon eine umfassende Unterstützung auf allen Gebieten zugesagt. Libanon soll sich entwickeln und die Lebenssituation der Libanesen soll verbessert werden. Wohlstand, Sicherheit und Frieden für alle! Das ist das Motto der Außenpolitik von Ahmadinejad. Dass der Universitätsprofessor nicht nur theoretisiert, sondern ein Mann der Taten ist, hat er in den fünf Jahren seiner Amtszeit bewiesen – das ist trotz aller innenpolitischen Probleme und Reformerfordernissen unbestritten. In der Notsituation der Pakistaner während und nach der Hochwasser-Katastrophe hat die islamische Republik der notleidenden Bevölkerung weit mehr geholfen als jedes andere Land der Welt. Die Hilfen gehen zurzeit in Form von Wiederaufbau noch weiter und täglich erreichen Lieferungen des iranischen roten Halbmonds die Entferntesten Katastrophengebiete Pakistans.

Die Regierung von Obama hat aber während der Hochwasserkatastrophe die Bombardierung der nördlichen Gebiete Pakistans und die Tötung der Zivilbevölkerung intensiviert! Statt Hilfe haben es die USA auf die politische Instabilität Pakistans abgesehen. Kein Wunder, dass die Kraftstoffversorgung der NATO-Truppen über Pakistan, seit Tagen zum Ziel der Attacken verschiedener Gruppierungen wurde, wobei hunderte Kraftstofftanklaster bislang in Brand gesetzt wurden.
Wen würden die Pakistaner nun herzlich empfangen? Obama oder Ahmadinejad? Wer ist der Freund der Völker und wer ist der Feind? Die gleiche Situation findet man in fast allen Ländern vor, von Lateinamerika über Afrika bis Asien. Der islamische Staat kümmert sich um die Menschen, insbesondere um die Schwachen und Entrechteten, während die westlich-kapitalistische Demokratie die notleidenden Menschen bekämpft und unterdrückt. Iran hat seine gebührende Stellung in den Herzen der Völker erreicht und parallel dazu haben die „Herren der Welt“ jegliche Basis unter den Völkern verloren. Der Betrug mit den schönen Begriffen wie „Demokratie“, „Menschenrechte“ und „Freiheit“ ist längst entlarvt. Die auf Linie getrimmten deutschen Medien können berichten, was ihnen befohlen wird. Aber die Wahrheit ist, dass die Freiheit, die Rechte und die Sicherheit der Völker für die islamische Republik als fundamentales Recht betrachtet und behandelt wird. Keine andere Staatsform auf dieser Welt kann dies für sich in Anspruch nehmen.

Die islamische Republik hat keine militärische oder wirtschaftliche Macht, um dem „power no. one“ (?) Parolie zu bieten, aber braucht sie das? Befinden wir uns nicht im 21. Jahrhundert? Hat sich die Welt seit dem ersten und zweiten Weltkrieg nicht geändert? Zählt nun die betrügerische materielle Macht mehr als die Macht der Völker, oder umgekehrt?

Die Räume werden für die „Herren der Welt“ immer enger, und für die Völker immer größer. Das ist ein Zeichen für die Beendigung der kolonialen Zeiten und für eine bessere Zukunft der Menschheit in Wohlstand und Frieden. An dieser Stelle noch einmal unser Appell:

Lasst uns diese angenehme Zukunft früher beginnen! Lasst und deshalb weiter für Gerechtigkeit kämpfen. Das geht nur durch einen radikalen Mentalitätswandel und einen Wandel in der Bewertung von gut und böse. „Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie geschaffen haben“. (Albert Einstein, Jude)          (Hervorhebung:EJA)

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Eine Antwort zu Kommentar der Quds-AG als Gastbeitrag

  1. Jan schreibt:

    Liebe Josephine,

    dem ist wirklich nicht’s mehr hinzu zu fügen. Alles gesagt. Ich habe diese Dinge auch sehr vefolgt und musste feststellen – immer dasselbe von den westlichen Presseprostituierten. Hetze und verleumden ist was sie am besten können. Wie der Hosenanzug. BEFEHL AUSGEFÜHRT!
    Bei mir gibt es eigentlich nicht’s neues. Die letzten Tage waren ja nicht gerade für einen Ausflug einladend. Eine kleine lustige Geschichte habe ich aber noch von einem meiner letzten Ausflüge. Im Herbst ist es ja auch besonders schön durch all die Farben. Als ich am ende meines Weges am „Hafen“ ankam ging ich wie üblich zu der Steinstufe am Wasser und setzte mich. (Langsam wird es aber kalt hinten) Es dauerte nicht lange da kam der ganze Zirkus angeschnattert. Erst die kleinen schwarzen (Sind Blesshühner wie man mir mal erklärte) dann die Flugenten im Tiefflug über’s Wasser und zuletzt ganz gemächlich die Schwäne. Ich glaube die kommen aus Sicherheitsgründen nicht mehr raus aus dem Wasser. Dafür scmeissen die Entenweiber sich gegenseitig und ins besondere die Kerle ins Wasser. Ist auch ganz lustig. Jedenfalls war ich umringt von diversen Enten. Als ich mich zur Seite drehte um meiner Lieblingsente (Ich nenne sie Langhalsente, da sie einen längeren Hals hat als die anderen) das Stück Brot in den Schnabel zu schieben, piekte mich etwas zwischen meinen Beinen. Was ist das denn, dachte ich und drehte meinen Kopf wieder nach vorne. Ich dachte erst ich sehe nicht recht. Da sass eine von den schwarzen zwichen meinen Beinen und piekte mich mit dem Schnabel. Sie wollte natürlich auch was haben.. Die muss wohl immer dann ankommen wenn ich gerade meinen Kopf woanders hindrehe. Statt die ans Knie oder so piekt wie die anderen auch, nein direkt auf den Punkt. Inzwischen hatte es sich eine andere schwarze auf den weissen Rücken eines Schwan gemütlich gemacht. Das war ein Bild für Götter, wie man so sagt. Dem Schwan hat das nicht gestört. Die müssen jetzt immer einen gaaanz langen Hals machen wenn sie Futter wollen. Sieht auch nicht schlecht aus. Den Hals auf lang mit offenen Schnabel. Dann hatte ich noch so drei Scheiben aufgehoben für die anderen am ende des Hafens. Natürlich gehen die Enten nicht zur Seite wenn ich da durch will. Also ganz vorsichtig weiter. Die glauben nicht das das Futter alle ist. Nein,nein – die begleiten mich dann noch etliche Meter bis sie merken – es gibt nichts mehr.
    Da sind jetzt auch ganze Geschwader von Möwen. Auch nicht schlecht. Wenn die schwarzen den Brotstückchen sich nähern, haben die Möwen schon angegriffen und scheuchen die schwarzen weg. Kommen aber die Flugenten, bekommen die Möwen Fracksausen. Da trauen die sich nicht ran. Ich nehme mal an, wegen dem grösseren Schnabel. Jedenfalls wussten die ja, das das Brot von mir kam und so hielten sie sich ca einen halben Meter vor mir in der Luft auf. Sieht auch drollig aus. Na gut, ich hielt da mal die Hand mit Brot hin und siehe da, erst die eine zog sich wieder zurück und dann die andere gleiches Spiel und erst die dritte nahm im Anflug vorsichtig das Brot aus meiner Hand. War einfach wieder ein schönes Erlebnis. Anschliessen bin ich dann auf die Fähre und am anderen Ende zur S – Bahn. Da holte mich dann der tägliche Mist wieder ein. Kannst Dir ja denken was ich meine. Na ja, dafür reicht das schöne für eine eine ganze Weile.
    Und dabei wollte ich nur Hallo sagen weil ich lange nichts mehr sagte obwohl ich oft vorbeikomme.

    Nun weiss ich nicht – soll ich jetzte schöne Wasservogelgrüsse oder die herzlichsten Grüsse aus der Anstalt senden. Gut überredet. BEIDE!

    Jan

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