Israel – und seine „Freunde“ … wann ist es endlich genug?

Nachdem ich mich in der letzten Zeit mehr mit „Stuttgart 21“ und der nun als „schlagkräftig“ erwiesenen Pseudo-Demokratie der BRD beschäftigt habe, fand ich nun einmal wieder Zeit, mich anderen Themen zu widmen. Dabei stieß ich bei Palästina Portal wieder auf den Namen Firas Maraghy. Sicher ist Ihnen dieser Name noch bestens in Erinnerung, schließlich hat Herr Maraghy 41 endlos lange Tage und Nächte vor der israelischen Botschaft in Berlin, mit einem Hungerstreik auf seine – und seiner Familie – schwierige Lage aufmerksam gemacht. Ich hätte nie gedacht, dass es für eine angebliche Demokratie so schwer sein könnte, einem Staatsbürger – auch wenn er zur Zeit im Ausland lebt – seine Rechte als israelischer Staatsbürger zuzugestehen …

41 Tage und Nächte musste Herr Maraghy bei Wind und Wetter durchstehen, bis sich der Direktor des „Registration and Civil Status Department“ des Innenministeriums Israels, Herr Amos Arbel dazu durchrang, einen Termin für die Regelung von Herrn Maraghys Anliegen zu nennen. Dieser wurde nun – in Begleitung von Herrn Ruprecht Polenz am 12. Oktober um 10 Uhr wahrgenommen. Dass dabei wieder nichts herauskam, muss ich wohl nicht extra betonen. Israels „Offizielle“ benahmen sich wie immer: menschenverachtend. Da Frau Hecht-Galinsky – deren Worten ich mich hier nur anschließen kann – sich dazu schon geäußert hat, möchte ich Ihnen diesen Kommentar, aber auch diesen Artikel empfehlen. [1]

Eines aber muss ich noch heraus „picken“ … Das Verhalten des „Herrn“ Amos Arbel – nicht nur Herrn Maraghy und seiner Familie gegenüber, nein auch einem Deutschen Politiker – Rupert Polenz -, der ja zur „Kaste“ der „Israel, Israel über Alles“ singenden gehört, ist wieder einmal mehr als bezeichnend dafür, welche Verachtung die israelische Regierung und deren Mitarbeiter den Mitgliedern der deutschen Bundesregierung – und wahrscheinlich auch uns Deutschen insgesamt – gegenüber empfinden. Wir Deutsche sind nur dann die „Freunde Israels“, wenn sie unser Geld, bzw. unsere militärische Ausrüstung so billig wie möglich, am liebsten aber noch für nichts, haben wollen. Es würde mich wirklich einmal interessieren, wie lange sich unsere Polit-„Elite“ von Israel noch verarschen an der Nase herumführen lassen will! Oder ist es – wie Herr Rabbi Reuven Cabelman einmal angedeutet hat –

Zitat:

[…] Manchmal habe ich den Eindruck, es könnte ja auch so sein, dass die deutsche Bundesregierung Angst hat vor diesen 220, 230 atomaren Sprengköpfen, die da irgendwo im Heiligen Land stationiert sind, und auf Europa gerichtet sind. Vielleicht hat man davor Angst. Ich meine, es ist eine Frage, vielleicht kann mir die mal jemand irgendwann mal beantworten, […] (Nie wieder Zionismus, Teil 5/9 – Historische Verantwortung?) Ab 5:12, obwohl ich alle neun Teile für sehr empfehlenswert halte)

die schiere Angst vor Israels – u. a. (Atom-) Waffen, die nicht nur unsere Regierungen seit gut 40 Jahren an Israel geliefert haben? Ja-ja – die Geister die sie riefen …

Ich finde, dass es nun wirklich an der Zeit wäre, dass sich „unsere“ Regierung klar vor Augen führt, dass sie nur dann „Freunde Israels“ sind, wenn sie nach deren Pfeife tanzt und auf Kommando springt, ohne zu fragen wie weit – oder wie tief!  Von dem ewigen Totschlag-Argument, Kritik an Israels Regierung wäre Antisemitismus, habe ich die Nase dermaßen gestrichen voll, dass ich nicht so viel essen könnte, wie ich „reihern“ möchte…! Wie kann ein Mensch Anti-Semit sein, wenn er sich für die Rechte der Araber einsetzt? Will man mir aber vorwerfen, dass ich Anti-Zionistisch eingestellt bin – geb ich zu, das bin ich! Nicht jeder Jude ist ein Zionist, aber das habe ich ja schon des Öfteren klarzustellen versucht. Auch bin ich für ein Existenzrecht Israels – aber ebenso für ein gerechtes und menschenwürdiges, eigenständiges Existenzrecht Palästinas!

Da kann es doch nicht angehen, dass der israelische UN-Botschafter Meron Reuben behauptet, dass der Siedlungsbau keinerlei  Einfluss habe auf die sogenannten „Friedensgespräche“. Dies ist doch der „Knackpunkt“ schlechthin! Dazu ein Zitat aus dem Artikel vom 17.10.10 bei Standard.de:

[…] Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat warf Israel vor, durch den fortgesetzten Siedlungsbau mache es sämtliche Friedens-bemühungen zunichte. […]

Die Ignoranz der israelischen Machthaber gegenüber dem palästinensischen Volk wird aus der Antwort ganz klar ersichtlich:

Zitat:

[…] Die Palästinenser suchten bloß nach Vorwänden, um den Verhandlungen „Steine in den Weg zu legen“.[…] (APA/AFP)

Dabei ist es doch die israelische Regierung, die mit ihren ewigen – einem eigenständigen palästinensischen Staat entgegenstehenden – Forderungen an Palästina die Friedenverhandlungen ad absurdum führt. Wie weit sollen sich die Palästinenser denn noch zurückdrängen lassen? Was ist mit all dem Land, das gegen jede UN-Resolution und jedes Kriegsrecht verstoßend, annektiert und von zionistischen Siedlern vereinnahmt worden ist? Es muss immer wieder betont werden, dass diese „Siedlungen“ nur dazu geschaffen worden sind, um einen eigenständigen Staat Palästina unmöglich zu machen! Israel will das ganze Land Palästina in ein GROSS-Israel „umwandeln“! [1]

Während um Bau- und Siedlungsstopp gestritten wird, mussten die palästinensischen Bauern feststellen, dass man in der Zeit als sie keinen Zutritt zu ihren Olivenhainen hatten (das muss man sich einmal vorstellen – keinen Zutritt zu ihrem Land!) ihre Olivenbäume mit Chemikalien vergiftet worden sind! Nachzulesen bei Palästina Portal (c) Erhard Arendt – Palästina Portal

Israel will Frieden? Dann müsste man doch erst einmal dafür Sorge tragen, dass Polizei und Militär diese tollwütig gewordenen, fremdes Eigentum missachtenden „Siedler“ in ihre Schranken verwiesen werden und sie für den von ihnen angerichteten Schaden bestraft werden und Schadenersatz leisten müssen! Anderweitig macht sich die Regierung Israels – zumindest in meinen Augen – nicht nur lächerlich, sondern auch total unglaubwürdig, wenn sie behauptet, dass die „Gewalt“ nur von palästinensischer Seite ausgehen und Israel sich nur verteidigen würde! Aber wie israelische Verteidigung aussehen kann, weiß man spätestens seit 12/2008-01/2009, als die isr. Kriegsschar den Gaza-Streifen bombardiert hat … War auch nur Selbstverteidigung – obwohl damals von der Hamas eine Verlängerung des Waffenstillstand-Abkommens angeboten und von israelischer Seite ignoriert wurde. Die Antwort darauf war dann das Bombardement, dem über 1400 Zivilisten, darunter fast 500 Kinder, zum Opfer gefallen sind. Zum Massenmord an wehrlosen Menschen in Gaza hier ein Zitat:

[…] Nachdem Israel das Waffenstillstandsangebot der Hamas monatelang zurückgewiesen hatte, stimmte es diesem letztendlich im Juni 2008 zu.  Die Hamas soll daraufhin nach offiziellen israelischen Angaben sorgfältig darauf geachtet haben, dass dieser Waffenstillstand auch eingehalten wurde. Und das trotz der anhaltenden Blockade Gazas durch Israel, welche eigentlich laut Waffenstillstands­abkommen hätte gelockert werden müssen. Der Waffenstillstand wurde vereinzelt nicht durch Hamas, sondern durch kleinere terroristische Zellen sabotiert; Hamas versuchte aber laut den offiziellen israelischen Quellen stets, den Waffenstillstand zu halten und die anderen Organisationen davon abzuhalten, diesen zu verletzen. […] 2

Den gesamten Artikel kann man hier lesen

Dazu aber auch noch einige Zeilen aus Uri Avnerys Artikel vom 03.01.2009:

[…] Aber das Ziel war, einen Vorwand für die Beendigung der Feuerpause zu finden, und zwar in einer Weise, die es ermöglichte, den Palästinensern die Schuld dafür zu geben. Und tatsächlich, nach mehreren solcher kleinen Aktionen, bei denen Hamaskämpfer getötet wurden, rächte sich die Hamas mit einem massiven Granatenbeschuss und  – siehe da – die Feuerpause war beendet. Alle gaben der Hamas die Schuld. […]

[…] Jahrelang  wurde die islamische Bewegung in den besetzten Gebieten  von den israelischen Behörden begünstigt. Alle anderen politischen Aktivitäten wurden rigoros unterdrückt, aber die Tätigkeiten in den Moscheen wurden erlaubt. Man kalkulierte einfach und naiv: zu jener Zeit wurde die PLO als der Hauptfeind  angesehen und Yassir Arafat  als der gegenwärtige Satan. Die Islamische Bewegung predigte gegen die PLO und  gegen Arafat und deshalb wurde die islamische Bewegung als Verbündeter betrachtet. […]

[…] Abbas wurde systematisch gedemütigt. Fatah sah einer leeren Hülse gleich, und Hamas gewann einen überwältigenden Sieg bei den palästinensischen Wahlen – den demokratischsten Wahlen, die je in der arabischen Welt abgehalten worden waren. Israel  boykottierte die gewählte Regierung. Beim folgenden internen Kampf gewann die Hamas die Macht im Gazastreifen. […]

Wenn Israel irgendwann einmal an ernsthaften Friedensgesprächen interessiert sein sollte, müssten meines Erachtens erst einmal die Fehler und auch Lügen der Vergangenheit eingestanden und „aufgearbeitet“ werden. Ansonsten ist Israel ein Staat, dem man nicht vertrauen kann und darf.

 

[1] DER SEMIT

[2] Der Israelit

Weitere interessante und aufschlussreiche Artikel finden Sie hier:

Eine Drohne geht auf Reisen Oktober 2010 Palästina Portal

Talent zum Zerstören von Amira Hass – Ha’aretz

Bürgermeister von Jerusalem hält an Bauprojekt im Osten fest

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8 Antworten zu Israel – und seine „Freunde“ … wann ist es endlich genug?

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  2. Schmok schreibt:

    Das Argument, man könne doch nicht antisemitisch sein, weil man sich ja für Araber einsetze, ist ein ziemlich verdrehtes. Bezieht man es auf die Sprachfamilie der Semiten, dann stimmt es. Aber Antisemitismus richtet sich explizit gegen Juden, und nicht gegen Araber. Araber mögen Semiten sein, aber auf jene zielt der Antisemitismus nicht. Der Antisemitismus generiert sich ein jüdisches Kollektiv, das hinter jedem „Übel“ der Welt sitzt: Kommunismus, Finanzkapitalismus, Weltherrschaft. Politiker sind nur Marionetten irgendwelcher jüdischer Einflussnehmer. Es ist also kein Widerspruch pro-arabisch und antisemitisch zu sein. Es ist aber, das muss man festhalten, auch kein Widerspruch antisemitisch und pro-zionistisch zu sein.

    • josephine1001 schreibt:

      Hallo „Schmok“

      Danke für den Kommentar … den ich in der vorgebrachten Form allerdings nicht so stehen lassen kann (natürlich bleibt er so stehen, da ich nichts zensiere, aber eine Erwiderung, die so einiges richtigstellt, muss schon sein!).

      Ich hab das vielleicht in diesem Satz nicht „perfekt und unmissverständlich“ formuliert – wenn dem so sein sollte, entschuldige ich mich dafür. Allerdings muss man ihre Gegenargumentation zu diesem Teilaspekt auch – wenigstens – etwas verallgemeinernd nennen. – Darüber könnte man sicher noch weiter diskutieren. Ich möchte Ihrer Argumentation hier und jetzt aber nur die „interpretierte Ansicht“ eines ebenso bekannten wie anerkannten israelischen Professors gegenüberstellen, um das ziemlich schiefe Bild, das durch Ihren Einwand leider entstanden ist, für meine übrigen Leser/innen wieder gerade zu rücken …

      http://www.schattenblick.de/infopool/buch/sachbuch/busar543.html
      http://palaestina-israel.blog.de/2010/10/07/moshe-zuckermann-zionismus-staatsdoktrin-9548430/

      Dem wäre aus meiner persönlichen Sicht noch hinzuzufügen:
      Wer mein Blog schon länger liest und kennt, weiß, was ich damit zum Ausdruck bringen wollte. Die Antisemitismuskeule ist bei mir jedenfalls unangebracht. In meinen Artikeln geht es nie um „judenfeindliche Hetze“, sondern ausnahmslos um angemessene, wenn auch gelegentlich „etwas zu emotional vorgetragene“ (wäre menschlich, liegt aber selbstverständlich im Auge des/der Betrachter/in) Kritik gegenüber der „israelischen Führung“ und deren „internationalen Unterstützern“. Deshalb lasse ich mir mit diesem „Argument“ den Mund auch nicht verbieten und werde immer das schreiben, was ich denke und empfinde.
      Was nun Ihr „jüdisches Kollektiv“ betrifft meine ich, dass Sie das etwas einseitig – eventuell auch realitätsverzerrt – sehen. Ich würde es ein zionistisches Kollektiv nennen, wobei klargestellt werden müsste und sollte, dass nachweislich nicht alle, die an den Strippen ziehen, Juden sind (respektive „sein müssen“, um sich zur „zionistischen Elite“ zu rechnen!).

      Für weitere Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung.

      MfG
      Josephine

    • Adalbert Naumann schreibt:

      @“Schmok“

      In Ergänzung zu meinem untenstehenden Kommentar an Josephine sowie deren eigenen Erwiderung auf Ihre Einlassung, möchte ich kurz noch auf Ihre Argumentation eingehen, die – abgesehen von der „missverständlichen Formulierung“, die Sie als Aufhänger für Ihren Kommentar ausgewählt haben – bis zu einem gewissen Grad leider jener entspricht, die auch die einschlägig bekannten Wortführer des „Zionismus“ und deren „Freunde“ innerhalb der westlichen Wertegemeinschaft allzu gerne anführen.

      Es beginnt meiner Ansicht nach schon mit der Definition von Antisemitismus, die sie vermeintlich kausal begründet aus der Behauptung ableiten, dass man Semiten nur anhand der „Sprachfamilie“ einordnen und dabei (scheinbar) zu dem Irrtum gelangen könnte, dass alle „biblisch erwähnten“ Völker dem „Stamm der Semiten“ zuzuordnen seien. – Nun, ich will keineswegs behaupten, dass ich mich auf diesem Gebiet für einen Experten halte, aber ich habe in diese Richtung – nicht zuletzt dem Kampf gegen die ewige Gleichmachung von „Antisemitismus“ und „Antizionismus“, sowie dem Unsinn „Mosaismus/Judaismus = Zionismus“ geschuldet – sehr eingehend recherchiert und bin dabei auf „doch sehr widerstreitende“ Thesen gestoßen … das soll hier nicht vertieft werden, aber als Ansatz einer Erläuterung soll doch wenigstens angemerkt werden, dass es auch eine „religiöse“ und auf den „gemeinsamen Stammvater Abraham“ zurückgehende Definition von „Semiten“ (von Sem!) gibt, die man nicht einfach so außer Acht lassen sollte.

      Mit dem Rest Ihres Kommentars geraten Sie dann sogar noch eindeutiger auf die Schiene der „pro-zionistischen Apologeten“ des „Staates Israel“, in dem Sie in absolut inakzeptabler Verallgemeinerung dieselben Stereotype einsetzen, die von eben diesen benutzt werden, um auch legitime, nicht zuletzt auch von Menschen jüdischen Glaubens immer nachdrücklicher formulierte Kritik an den Machenschaften der staatlichen, militärischen und „religiösen“ Führung Israels zum Schweigen zu bringen. – Stichwort Verschwörungstheorie über eine „weltweite jüdische Verschwörung“ …

      Das ist bedauerlich – insbesondere, da die Betreiberin dieses Blogs und auch die Mehrzahl der von ihr verlinkten Seiten nachweislich sehr wohl zwischen „den Juden“ und zionistischen „Funktionären und System-Schergen“ unterscheiden. WIR treten letztendlich – und zwar absolut in weitreichender Übereinstimmung mit kritischen jüdischen Stimmen – nachhaltiger für die „jüdischen Interessen“ ein als dies mit Blick auf die israelischen Führung, ihre internationale „Freundes-Lobby“ und die zahllosen prozionistischen Internetseiten (einschließlich angeblich „linker Unterstützer in der BRD“) behauptet werden kann! – Letztendlich sollte es einleuchten, dass „Israels Sicherheit“ auf Dauer nur im Rahmen eines gerechten Friedens in Nahost gewährleistet werden kann, was aber auch unabdingbar machen würde, dass die (moderat formuliert) realitätsentleerte zionistische Propaganda widerlegt (eingestellt!) und ein tatsächlich und uneingeschränkt souveräner palästinensischer Staat geschaffen werden muss.

      Zum Gesamtthema werde ich vielleicht!? bei Gelegenheit mal wieder einen ausführlicheren Artikel auf meiner Seite veröffentlichen. Für diesen Fall wären auch Sie herzlich eingeladen, an einer klärenden und ggf. sachdienlichen Diskussion teilzunehmen.

      In diesem Sinne, nichts für ungut, aber es gehört auch zu einer gepflegten Diskussionskultur, offensichtliche „Missverständnisse“ so gut als möglich aus der Welt zu schaffen …

      mfG
      Adalbert Naumann

  3. Adalbert Naumann schreibt:

    Liebe Josephine,

    eigentlich wollte ich diesen Artikel ja gar nicht kommentieren, da unsere Meinung zu diesem Themenkomplex bekanntermaßen nahezu identisch ist. Aufgrund des bisher einzigen Kommentars habe ich meine Meinung geändert … in gewisser Weise fühle ich mich auch verantwortlich dafür, dass hier ein offenkundiges Missverständnis aufkommen konnte und zu einem Deiner Arbeit absolut nicht gerecht werdenden Kommentar geführt hat.

    Zur Erklärung:
    auch ich bin beim Lesen des Artikels über die von „Schmok“ hervorgehobene Formulierung gestolpert („Araber“), hatte dann aber doch darauf verzichtet, meine Admin-Rechte für eine korrigierende Intervention zu nutzen. Aus dem einfachen Grund, dass ich dachte (dummer Fehler! 😉 ), dass dem und der Leser/in auch so ersichtlich werden würde, dass es Dir in erster Linie eben nicht um „die Araber“, sondern um das Volk der Palästinenser geht … Und das hätte Deine Erklärung, warum Du Dir den Vorwurf des Antisemitismus nicht anheften lassen willst – und warum er als Argument im Kontext des „Nahost-Konflikts“ als nicht anwendbar gelten sollte, eigentlich unmissverständlich machen müssen.

    Nun gut, wie man sieht, war und ist dem nicht uneingeschränkt so. Ich fügte das jetzt auch nur an – denn eigentlich war Dein eigener Kommentar zu „Schmoks“ Einwand ja schon eindeutig genug -, um weiteren überflüssigen Missverständnissen vorzubeugen. Diese könnten eventuell aufkommen, da Du Deine „angebotene Entschuldigung“ nicht um die obenstehende Erläuterung ergänzt hast. Im Grunde genommen sollte das aber auch unnötig sein, da jeder Mensch, der Deine Artikel objektiv-kritisch liest, wissen sollte, was Du denkst und fühlst, sowie deshalb immer wieder in entsprechende Worte kleidest, weil Dir jede Form der Ungerechtigkeit zutiefst zuwider ist.

    Und wenigstens darüber, dass das zionistische Regime in Israel (zu dem man auch die militanten Verbündeten des „Siedlertums“ und der ultraorthodoxen „Glaubenslehrer“ zählen muss!) den Palästinensern seit Anbeginn der „staatlichen Existenz“ ein menschenverachtendes Unrecht nach dem anderen zugefügt hat und dies auch heute noch praktiziert, sollte unter nicht zionistisch indoktrinierten Menschen Einvernehmen bestehen! – Weiter werde ich darauf jetzt besser nicht eingehen, da die historische Aufarbeitung der Gründe und Folgen des „zionistischen Projekts“ – und auch des „Antisemitismus“, nicht mal eben so im Kommentarbereich abgehandelt werden kann … aber wer will, kann dazu ja auch auf meinem Blog oder beim Kollegen „Moltaweto“ noch einiges finden.

    In diesem Sinne, auf die Schnelle und zwischendurch, aber nichtsdestotrotz von ganzem Herzen … Chapeau für Deinen Artikel und die Erwiderung auf den vorausgegangenen Kommentar … und vor allem: liebe Grüße!

    Adalbert

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