Stuttgart 21 – und kein Ende …

Als wären die Bilder, die wir zu sehen bekamen, noch nicht schlimm genug gewesen, werden wir nun auch noch mit verbalen Unverschämtheiten der S 21- Vorwärts-(Be)-treiber konfrontiert.

Nicht nur, dass alle RECHTsstaatlichkeit, die Demokratie und das im GG verankerte Demonstrationsrecht mit Wasserwerfern, CN- und CS-Gas, Pfefferspray und Knüppel bekämpft werden, maßt sich der Bahnchef – „Herr“ Grube – auch noch an zu behaupten, dass die Menschen dieses Landes keinerlei Rechte besäßen, gegen den – Milliarden von Steuergeldern verschlingenden – Bau zu demonstrieren… [1]

Zitat:

[…] „Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht“ […]

Hoppla, Herr Grube! Sie sind nur der Vorstand der Bahn AG und nicht der Kaiser von Deutschland!  Auch für Sie gelten die Regeln des Grundgesetzes – auch wenn Sie sich vielleicht nicht immer daran halten möchten! War Herr Mehdorn schon eine Plage der „besonderen Art“, scheinen Sie diesen ja noch toppen zu wollen! Soweit ich mich erinnere, ist die Deutsche Bahn immer noch Staatseigentum – also Eigentum des deutschen Volkes – und somit hat das deutsche Volk – vertreten nun durch die Stuttgarter Bürger – gegen diesen Wahnsinnsbau, der nicht nur etliche Milliarden kosten, sondern in seiner derzeitigen Planung auch noch lebensgefährliche Folgen – auch für die gesamte Umwelt nach sich ziehen wird,  sehr wohl das Recht und sogar die Pflicht, gegen diesen Wahnsinn einzuschreiten und auch dagegen zu demonstrieren!

Zu dem Aspekt der „tollen“ Planung, ist bei „stern.“ ein sehr interessanter Artikel erschienen, den Sie sicher schon gelesen haben, den ich aber hier noch einmal anbieten möchte mit der Bitte, ihn auch ganz aufmerksam zu lesen …

Ein Zitat daraus:

Auf Hunderten von Seiten werden Mängel aufgelistet, Verstöße gegen Normen angemahnt. In einem Protokoll „Talquerung mit Hauptbahnhof“ heißt es: „Wenn Auflagen aus den Fachtechnischen Prüfungen nicht in der Planung umgesetzt werden, wird keine Freigabe der Planung erfolgen, das Projekt kann nicht weitergeführt werden.“ Selbst grundlegende Sicherheitsfragen sind noch unbeantwortet. So monieren Ingenieure, dass die gültigen Auflagen für „Brandschutztore bisher in der Entwurfsplanung noch nicht umgesetzt“ wurden und dass „die Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen (…) bisher nicht geplant“ sind.

Natürlich – ich kann diese politische Clique schon irgendwie verstehen – sind sie doch allesamt in den diversen Firmen mit involviert, werden an diesem Bau also allesamt prächtig verdienen … [2] Das möchte man sich – von so ein paar „ewig Gestrigen“ wie ich es heute schon gelesen habe -, nicht kaputtmachen lassen.

Vor kurzem habe ich gelesen, dass sich die Mafia in Deutschland ausbreiten soll … dabei war ich der Meinung, dass diese sich schon längst in sämtlichen Parteien hier, die besten Posten gesichert hat.

Zitat:

[…]Bei mehreren EU-Mitgliedern reiche die Verfilzung bis tief in die staatlichen Behörden: Da seien Gelder für öffentliche Aufträge ein lukratives Mafia-Business.[…]

Hier nachzulesen … Das Erzwingen-wollen mit allen Mitteln – auch die angewandte Gewalt gegen friedliche Demonstranten beiderlei Geschlechtes und jeden Alters – dieses Bahnhof-Neu-Ausbaus ist für mich dafür der beste Beweis. Mafia-Methoden eben…

Sehr aufschlussreich ist auch ein Interview das Herr Stefan Kister mit Thomas Feltes, (Polizeiwissenschaftler) führte und das in der Stuttgarter Zeitung zu lesen ist. Herr Feltes sieht darin die Schuld für die Gewalteskalation nicht von den Demonstranten ausgehend, sondern von den Polizeikräften. Er sagte wörtlich …

Zitat:

[…] Es spricht vieles dafür, dass bei diesem Einsatz von Anfang an keine Deeskalation geplant war, sondern eine harte Linie. Dass die Polizei gleich mit Wasserwerfern angerückt ist, war darauf angelegt, Stärke zu zeigen. Auch die Ausstattung der Einsatzkräfte spricht dafür: In eine friedliche Demonstration geht man nicht mit Vollschutz, sondern mit möglichst wenig Ausstattung, um Aggressionen erst gar nicht hochkommen zu lassen. Man hat das Gefühl, die Politik wollte diesen Konflikt. […]

Foto: Rothe/Stuttgarter Zeitung

Foto: Rothe / Stuttgarter Zeitung  – Anmerkung Josephine: So sehen gewaltbereit Demonstranten heute also aus …

Foto: Rothe/Stuttgarter Zeitung  —   Anmerkung Josephine: Satire an: So sieht eine „typische“ gewaltbereite Oma aus! Satire aus…

Foto: Rothe/Stuttgarter Zeitung

Dass dies nicht nur Wunschdenken sein muss, zeigt das Beispiel WAA-Wackersdorf …

Zitat aus BR online :

[…] Der Pfingsteinsatz (1986) ist für die Ordnungsmacht ein Debakel. Der Gaseinsatz entsetzt jetzt auch viele Polizisten. Immer mehr von ihnen informieren WAA-Gegner über Art und Größe der Einsätze und der Einsatzmittel. Empfänger der Botschaften ist vor allem Landrat Schuierer. Polizisten drücken ihm heimlich Zettel in die Hand. […] in der Staatskanzlei wird der Einsatz von Gummigeschossen und eine Beteiligung der Bundeswehr diskutiert. […]

Und in einem anderen Artikel , bei ContrAtom.de kann man lesen …

[…] Über 100 Polizeibeamte quittierten gemeinsam den Dienst – die größte Massenkündigung der Nachkriegs -Polizeigeschichte.[…]

So wie heute in Stuttgart wollte man auch die Demonstranten in Wackersdorf kriminalisieren. Es war ein Kampf der über drei Jahre geführt, aber schlussendlich doch von den Bürgern gewonnen wurde.

Damit will ich aber jetzt nicht unterstellen, dass ein so langer Kampf in Stuttgart ansteht. Allein aus geologischer Sicht wäre es sehr erfreulich, wenn die Damen und Herren  S-21-Befürworter noch in diesem Jahr zur Einsicht der baulichen Unvernunft und weg vom herrenmenschlichen „Jetzt-erst-Recht“ Kampfstil kommen, sowie wieder der Logik und Vernunft zugänglich würden.

So, nun habe ich mir erst einmal wieder den Ärger von der Seele geschrieben 😉

Ausführlicher werden Sie wieder auf der Seite meines Freundes und Kollegen Moltaweto – der auch eine sehr aufschlussreiche  Audio-Datei veröffentlicht hat – informiert … 😉

[1] stern.de

[2] Stuttgart-21-kartell

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