Israels Umgang mit der Vergangenheit

Habe heute einen sehr interessanten – wenn auch schon etwas älteren – Artikel entdeckt, der wieder einmal mehr aufzeigt, dass die zionistische Regierung, bzw. deren „Anhänger“, Wahrheit und Realität so zurecht biegen und in relevant und irrelevant einstufen, wie es ihnen gerade passt.

Den Artikel – Eine ärgerliche Debatte auf Phönix habe ich auf der Seite Transatlantikblog gefunden und (Teilnehmer waren Ilan Mor, Rafael Seligmann, Fuad Hamdan und Marcel Pott) in deren Verlauf wiegelt Herr Ilan Mor – („Schriftsteller“,  israelischer Gesandter und stellvertretende Botschafter) den Versuch der Moderatorin Anke Plättner, das Gespräch auf die Nakba die palästinensische Katastrophe – zu lenken, sofort mit den Worten ab:

[…] Es lohnt sich nicht, über die Vergangenheit zu sprechen. Die Ursache des Konflikts zu verstehen, es ist alles bekannt. Alles ist auf dem Tisch […]

Auf den Einwand des Herrn Hamdan – Leiter des Dritte-Welt-Zentrums München – dass das Publikum vielleicht nicht Bescheid wüsste, fiel Herrn Mor nichts Besseres ein als:

[…] glauben Sie es mir, sie [das Publikum] wissen alles, die Ursachen und Wirkungen, aber wichtig ist, dass nicht auf die Vergangenheit gepocht wird, nicht auf historische Gerechtigkeit gepocht wird […]

Finden Sie es nicht auch seltsam, dass ein zionistischer Botschafter, auf die verbrecherische Vergangenheit (und Gegenwart!) angesprochen fordert, dass eben nicht auf die Vergangenheit und historische Gerechtigkeit gepocht werden soll?

Finden Sie es nicht auch „etwas“ doppelzüngig, dass ein zionistischer „Abgesandter“ Israels und auch die zionistischen Anhänger der Regierung Israels seit über 65 Jahren aber genau das von uns Deutschen fordern, dass „wir unsere“ Verbrechen, die damals (wer von uns hat damals schon gelebt und hatte Einfluss auf das Geschehen…?) an den Juden verübt wurden NIEMALS! vergessen dürften? Aber ihre eigenen Verbrechen – die sie seit mindestens ebenso langer Zeit an der palästinensischen Bevölkerung begehen – die sollte man nicht erwähnen dürfen, sondern einfach ignorieren am besten aber noch – vergessen?

Ich finde es sehr schlimm was damals – im Dritten Reich – an Verbrechen begangen wurden. Es liegt mir nicht daran, diese zu verharmlosen. Aber – es waren nicht nur Menschen jüdischen Glaubens davon betroffen, so wie es uns seit „Kriegsende“ suggeriert wird /werden soll. Es haben auch „Andersgläubige“, „Ungläubige“, Regimekritiker und „Fremdrassige“ Menschen und Gruppen unter der Nazi-Herrschaft leiden und sterben müssen. Ist deren Leid und Tod denn weniger wert, „nur“ weil es keine Juden waren…?

Wer verlangt denn ständig, dass „so etwas“ nie wieder, nirgendwo und niemandem mehr geschehen dürfe? Und was geschieht jeden Tag, jede Nacht, zu jeder Stunde und Minute in Palästina? In den von zionistischen Siedlern rechtswidrig und mit brutalster  Gewaltanwendung besetzten Gebieten der Palästinenser? Seit mindestens 80 Jahren werden sie mit brutalster Gewalt vertrieben, gefangen genommen und eingesperrt, gefoltert und getötet! Wo bleibt da der Aufschrei der Entrüstung, dass dort die Menschenrechte auf das schlimmste, widerlichste verletzt, mit Füßen getreten – nein, einfach ignoriert – werden?

Gegen den wohl bekannten / berüchtigten „Geschichts-Revisionist“ und als „Holocaust-Leugner“ verunglimpften, britischen Schriftsteller David Irving ist, wie bei YAHOO-Nachrichten zu lesen ist, – wieder einmal – diesmal von der polnischen Nichtregierungsorganisation Otwarta Rzeczpospolita (Offene Republik) Klage eingereicht worden. Mister Irving befindet sich derzeit auf einer Art „Forschungsreise“ in Polen, auf der er auch verschiedene Konzentrationslager besichtigen will. Ob er seine Reise zu Ende bringen und seine Eindrücke niederschreiben kann, lässt sich derzeit aber noch nicht sagen …

Man kann von seinen Büchern halten was man will … ich habe noch keines von ihm gelesen, so finde ich es jedoch nicht gerade „demokratisch“, dass man in einem angeblich so demokratischen Land wie es die BRD GmbH ja sein soll, keine kritischen Fragen zur deutschen Vergangenheit stellen darf! Warum müssen wir an etwas glauben, das uns von den „Siegermächten“ aufgezwungen wurde und immer noch wird? Warum ist es uns – in unserem eigenen Land – per Strafgesetz untersagt, straflos nachzuforschen und darüber auch öffentlich zu sprechen? Weshalb soll dieser Paragraph im gesamten EU-Bereich eingeführt werden …?

Nach Aussage des Herrn Mor – seines Zeichens israelischer Gesandter und stellvertretender Botschafter – lohnt es doch nicht über die Vergangenheit zu sprechen, auf historische Gerechtigkeit zu pochen? Oder gilt diese Aussage – wieder einmal – nur für die Verbrechen, die Israel begangen hat und immer noch begeht …?

Wie lange soll also die deutsche Bevölkerung noch den Goldesel machen, weil unsere Großväter oder Ur-Großväter vor mehr als 70 Jahren die Befehle befolgt haben, für die „andere Länder“ ihre Soldaten mit Orden behängt und als Helden verehrt haben …?

Wie sich doch die Bilder gleichen:

Deutsches Reich 1939-1945 / Israel 1948/1967 – 2010

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst …?

http://www.transatlantikblog.de/2008/07/28/sind-sie-bereit-die-tatsachen-uber-israel-zu-erfahren/

http://www.transatlantikblog.de/2009/01/13/diskussionsrunde-phoenix-krieg-gaza-israel-hama/

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Eine Antwort zu Israels Umgang mit der Vergangenheit

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