Hartz IV mal anders …

Nachdem ja in den MSM (=MainStreamMedien) immer nur von „bestimmten“ Konzernen und „Stimmungsmachern“ gesteuerte Umfragen über Hartz IV-Bezieher veröffentlicht werden, hat nun das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) eine neue Studie veröffentlicht, die ein ganz anderes Licht auf die „Arbeitsmoral“ der Hartz IV-Empfänger wirft. Zum Glück begegnete ich dieser Studie auf einem Umweg, denn sonst wäre es eventuell nicht beim verwunderten Augenreiben über die Aussage des BA-nahen Instituts geblieben, sondern wahrscheinlich hätte ich das sensationelle Ergebnis komplett verpasst, da man „so etwas“ aus dieser Richtung gewiss nicht erwartet hätte. – Nun, es bleibt natürlich abzuwarten, ob da nicht doch noch ein „BA- oder BMAS-Haken“ nachkommt. So einige Ansätze liefern die Aussagen der Studie jedenfalls schon mal. – Aber bis es so weit ist … hier die Kernaussagen der Studie in indirekter Wiedergabe:

Wie die junge Welt vom 27.08.10 veröffentlichte, sind die Arbeitslosen gar nicht so sehr darauf erpicht, sich in der „sozialen Hängematte“ auszuruhen, wie es uns die MSM jeden Tag suggerieren.

Zitat:

[…] Für die repräsentative Untersuchung befragte es in den Jahren 2007 und 2008 mehr als 10000 Hartz-IV-Bezieher. In dem Zeitraum bezogen 5,24 Millionen Männer und Frauen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren Hartz IV. Zwei Drittel von ihnen gingen der Studie zufolge mehr als 20 Stunden pro Woche einer Tätigkeit nach: Sie arbeiteten oder sie befanden sich in einer Fördermaßnahme oder Weiterbildung, konnten aber allein von dem Gehalt dafür nicht leben; […]

Im Gegenteil – Arbeitslose seien sogar flexibler und würden auch lange Arbeitswege in Kauf nehmen, wenn sie nur wieder eine richtige Arbeit bekämen, von der sie auch leben könnten!

Zitat:

[…] So stimmten 76,4 Prozent der Aussage zu, »Arbeit zu haben ist das Wichtigste im Leben«. Unter regulär Beschäftigten, die für die Studie ebenfalls befragt wurden, war dieser Anteil mit 71,1 Prozent geringer. […]

Dass sich aber das Märchen von den „faulen Arbeitslosen“ weiterhin vordergründig halten wird, dafür werden Funk und Fernsehen auch weiterhin mit den üblichen, ketzerischen und die Tatsachen verdrehenden Berichterstattungen schon sorgen.

Dagegen anzugehen, dafür bräuchte es eine breitere Öffentlichkeit, die aber aufgrund der medialen Hetzkampagnen und Desinformationen nicht so einfach zu erreichen ist.

Die Bevölkerung in der BananenRepublikDeutschland ist leider Gottes auch schon so gehirngewaschen, dass es diese Manipulationen durch die MSM nicht mehr durchschauen kann / will und sich diensteifrig vor den Mist-Karren der Spaltung der Bevölkerung spannen lässt – und nicht begreift, oder begreifen will, dass der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes, und somit der „Abstieg“ in Hartz IV, sie schneller treffen kann als sie „denken“ (?).

Meldungen von heute auf T-online:

Armut in Deutschland leicht angestiegen

Studie: Hartz-IV-Empfänger nicht auf der faulen Haut

Zu diesen beiden Meldungen von heute, noch eine „etwas“ ältere vom 15.06.2010:

Regierung treibt Mittelschicht in die Armut

In Deutschland wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer (Foto: imago)

Daraus zitiert:

[…] Die Studie stelle eine deutliche Polarisierung der Einkommen fest: „Auf der einen Seite steigt die Zahl der Menschen, die im Luxus leben, und auf der anderen Seite die Zahl derjenigen, die mit niedrigem Einkommen auskommen müssen oder sogar arm sind“, schreiben die DIW-Forscher laut der Zeitung. Die Studie lief von 2000 bis 2009. […]

[…] Sparpaket belastet einseitig untere Einkommensbereiche

Das Sparpaket beurteilen die Wissenschaftler deshalb sehr kritisch. DIW-Ökonom Jan Goebel halte es für unangemessen, dass die bisherigen konkreten Vorschläge „eigentlich nur die unteren Einkommensbereiche betreffen“. Es stelle sich die Frage, warum die Menschen mit hohen Einkommen keinen Sparbeitrag leisten sollen. […]

Wenn man sich dann noch die Zeit nimmt und so wie ich die dazu gehörigen Leser-Kommentare durchliest, möchte / muss man an der „Intelligenz“ so mancher Zeitgenossen zweifeln, kann man doch aus ihnen heraus lesen, wie gut es doch funktioniert hat, den Hartz IV-Beziehern den „Schwarzen Peter“ des Niedergangs unserer „sozialen Demokratie“ zuzuschieben.

Allein die neuerliche Debatte darüber, ob der Regelsatz von Hartz IV erhöht werden soll oder nicht, spaltet – wie von „oben“ gewünscht – wieder einmal die Gesellschaft. Immer wieder wird davon gesprochen, dass viele Arbeitnehmer auch nicht mehr verdienen würde, als ein Arbeitsloser „Stütze vom Staat“ bekommt; aber warum ist das denn so? Ist das etwa die Schuld der Arbeitslosen, oder nicht doch eher die Schuld der Arbeitgeber und der unsozialen Politik in diesem Land? Wie vielen Konzernen und Großbetrieben ist es durch die Gesetzgebung ermöglicht worden, die Arbeitnehmer zu erpressen: „… nehmt die Lohnkürzung (oder was auch immer gerade „angesagt“ ist) hin, oder wir machen den Betrieb hier dicht und gehen ins Ausland …“ ist nur eine der Erpressungsarten. Solange sich Arbeitnehmer und Gewerkschaften von Arbeitgebern einschüchtern lassen und dies hinnehmen, solange Gewerkschaftsbosse mehr für die Regierung als für die Gewerkschaftsmitglieder – sprich Arbeitnehmer – „verhandeln“ – die mit ihren Mitgliedsbeiträgen an die Gewerkschaften diese auch noch mitfinanzieren, wird sich daran auch nichts ändern!

Was auch immer wieder geschieht, aber ganz vehement dementiert wird ist, dass viele reguläre Arbeitsverhältnisse gekündigt werden z. B. wegen angeblichen Arbeitsmangel (eigene Erfahrung) aber im nächsten Monat dieselbe Arbeit von einem 1-€-Jobber oder einem auf 400 €-Basis arbeitenden Arbeitslosen, also durch einen „kostengünstigeren“ und vom Staat auch noch subventionierten Arbeitssklaven verrichtet wird.  So spart der Arbeitgeber Lohnkosten und wird dafür vom Staat auch noch „belohnt“. Beschimpfung, Diskriminierung und Verachtung müssen sich dann die AL gefallen lassen – sind weniger wert, als Menschen zweiter Klasse. Eine Beschimpfung die ich heute in einem dieser Leserbriefe lesen konnte war „parasitäre Elemente“. Als ich ihn dann aber für diesen Artikel kopieren wollte, ist er bereits gelöscht worden. Aber wie gesagt: es gibt viele Arten, den Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Arbeit verloren haben, auch noch die Würde zu rauben.

Es ist und bleibt eine Tatsache, dass ein/e alleinstehende/r Arbeitslose/r, von einem Regelsatz der derzeit mtl. 359,00 Euro beträgt, Strom, Gas, Telefon und Versicherungen bezahlen muss. Kann er/sie nicht in eine „kostengünstigere“ Wohnung umziehen, da nicht auf dem Markt verfügbar, muss er/sie für den Differenzbetrag, das heißt, die vom Amt nicht mehr übernommenen Mehrkosten der Miete, (ebenfalls von den 359,00 Euro Regelsatz) selbst aufkommen. Heizkosten werden anteilig erstattet, Kleider-, Winter- und Weihnachtsbeihilfen wurden abgeschafft.

Für was brauchen Hartz IV-Kinder im Winter warme Kleidung und Schuhe? Weshalb sollten sich Hartz IV-Kinder noch auf Weihnachten freuen? Warum sollten Hartz IV-Kinder Geldgeschenke, die die 50,00 Euro Grenze übersteigen und zu bestimmten Gelegenheiten bekommen können, behalten dürfen? Die kann „Vater Staat“ doch viel besser zum Fenster rausschmeißen! Warum sollten Hartz IV-Kinder in den Ferien einen Job annehmen und sich etwas ersparen können, für etwas, das sie sich ansonsten nicht leisten könnten? „Vater Staat“ ist schon ganz happy, auch noch den Kindern dieses Geld aus den Taschen zu ziehen! Dass auch das Kindergeld in voller Höhe auf den Regelsatz angerechnet wird, kann man dann u.a. unter folgenden Link nachlesen. Geldgeschenke werden auf Hartz IV angerechnet, Mehr als 50 Euro helfen Kindern nicht, Kindergeld wird komplett angerechnet

Jaja – die „soziale Hängematte“ ist wirklich sehr bequem! Aber nur für diejenigen, die sie nicht in Anspruch nehmen müssen, um überleben zu können!

Es wäre wirklich mehr als wünschenswert, wenn Nachrichten-Informationsmedien wieder zu ihrer Pflicht der seriösen Berichterstattung zurück finden würden und sich nicht mehr länger von den ………………… manipulieren lassen würden!

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch ein paar Videos zum Thema Hartz IV und der Arbeitsweisen einiger ArGen und deren Mitarbeiter, sowie Aussagen einiger Mitglieder „unserer“ Politik-„Elite“ ans Herz legen.

Vielleicht öffnen diese einigen, die immer noch an die Märchen der „pösen“ Arbeitslosen glauben, die Augen und tragen dazu bei, zu erkennen, wie wir – das gesamte VOLK – von „denen da oben“ manipuliert und aufeinander gehetzt werden [sollen]. Wollen Sie denen den Triumph, über das VOLK gesiegt zu haben, wirklich gönnen? Wollen Sie sich wirklich Ihre Zukunft, Ihr Handeln gesetzlich vorschreiben, verbieten oder erlauben lassen? Das ist keine Demokratie – das ist Diktatur!

Abgestempelt – wie Hartz IV Empfaenger behandelt werden 1/5

Staat observiert Hartz IV Empfänger

Bild hetzt gegen Hartz IV Empfaenger

Heiner Geißler über Hartz4

Wie Hartz IV-Empfänger zu kostenloser Arbeit gezwungen werden

Hartz IV Abzocke mit Ein-Euro-Jobs

Hartz IV Ende der Menschenwuerde

Wie viel Würde braucht der Mensch? – Teil I

Hier möchte ich Ihnen noch den neuesten Artikel – sozusagen druckfrisch – der junge Welt zum Thema „Armut“ und „Armutsgrenze“ zum lesen, informieren und nachdenken anbieten. Ihre Schlüsse müssen Sie selber daraus ziehen …

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende – ob mit, oder ohne „soziale Hängematte“ …

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2 Antworten zu Hartz IV mal anders …

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