Erst waren es namenlose Opfer – jetzt kennen wir auch die Menschen dahinter!

Wir alle haben von dem Verbrechen der israelischen Militärkräfte am 31. Mai an Bord der „Mavi Marmara“ gehört und gelesen. Da ich mich schon seit einiger Zeit mit dem Thema „Nahost-Konflikt“ beschäftige und mir dieser jüngste Vorfall und das Schicksal der direkt betroffenen Menschen (natürlich auch der Zivilbevölkerung in Gaza) persönlich sehr zu schaffen macht, möchte ich ein paar Gedanken dazu als Einstieg in die gelegentliche Veröffentlichung meiner individuellen Meinung zum Weltgeschehen wählen.Ich versuche einmal die wesentlichsten Aspekte aus meinem Empfinden heraus zu rekapitulieren:

Auch wenn die israelische Regierung eine Nachrichtensperre verhängt hat und nur eigenes, schlecht manipuliertes Film- und sonstiges Propagandamaterial veröffentlichen lässt, kommen doch immer mehr Details ans Licht die bestätigen, dass die „Free-Gaza-Flotilla“ zum Zeitpunkt des Überfalls immer noch in internationalen Gewässern unterwegs war, dass weder Waffen noch Munition an Bord der Schiffe transportiert wurden  – und dass die Aktivisten an Bord der „Mavi Marmara“ bereits beschossen wurden, noch ehe die ersten Einsatzkräfte der israelischen Marine – Spezialeinheit das Schiff geentert hatten. Dies ist zweifelsohne ein Akt der Piraterie, der eigentlich sämtliche Regierungen der an Bord befindlichen Aktivisten auf den Plan rufen sollte. Aber was passiert? – Nichts! – Wieder einmal stellte sich Israel außerhalb der Gesetze und verbindliche Schritte der internationalen Gemeinschaft, also von offizieller Seite, blieben aus! Ich kann es nicht fassen!

Neun Menschen wurden kaltblütig getötet, dutzende teilweise schwer verletzt – und nichts passiert?

Ich schreibe ausdrücklich nichts, da ich die geforderte Untersuchung, die jetzt unter der Regie Israels durchgeführt werden soll, weil die israelische Führung eine unabhängige internationale Kommission empört zurückwies, nicht als unvoreingenommen betrachten kann und somit das Ergebnis von vornherein  als nicht objektiv ablehnen muss.

Diese neun Männer – größtenteils Familienväter – wurden kaltblütig getötet und die Täter sollen straflos bleiben …?  Auf der Seite von ISM-Germany.net können Sie Bilder und Informationen zu den „Opfern der israelischen Selbstverteidigung“ abrufen.

Ihr Tod sollte nicht ungestraft bleiben – und mein tiefstes Mitgefühl gehört ihren Familien und Freunden, denen ich die Kraft wünsche, mit dem Verlust der von ihnen geliebten Menschen fertig zu werden.

Unserer Regierung in Berlin möchte ich sagen, dass sie nicht in meinem Namen spricht, wenn sie Israel wieder einmal die „bedingungslose Freundschaft“ und „Solidarität Deutschlands“ zusichert. Solange nicht, bis Palästina dasselbe Recht auf Frieden und Sicherheit zugestanden wird, wie es Israel immer wieder von allen Seiten zugesichert bekommt!

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2 Antworten zu Erst waren es namenlose Opfer – jetzt kennen wir auch die Menschen dahinter!

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